Energiepolitik

Strategie des Bundes

  • Er beabsichtigt gemäss seiner Energiestrategie 2050 aus der Kernenergie auszusteigen;
  • Er erachtet den Ausbau der Wasserkraft als wichtigen Beitrag an die künftige Stromversorgung der Schweiz.

Er will die Wasserkraftnutzung in Zukunft mit verschiedenen Massnahmen verstärkt fördern:
  • zusätzliche Fördermittel vorsehen;
  • die Bewillligungs- und Konzessionsverfahren vereinfachen;
  • ein nationales Interesse für die Nutzung und den Ausbau der erneuerbaren Energie statuieren;
  • die Investitionssicherheit bei Neukonzessionierungen und Heimfall verbessern.

Er schätzt
  • das Nutzungspotential der Kleinwasserkraft auf 1290 bis 1600 GWh/a.


Strategische Ausrichtung der Bündner Regierung

  • Die Wasserkraft leistet als tragender Eckpfeiler einen wesentlichen Beitrag zur Stromproduktion, Versorgungssicherheit und Wertschöpfung in Graubünden.
  • Die Wertschöpfung in Graubünden aus Stromproduktion und Handel mit Strom wird erhöht.
  • Die einheimische Stromproduktion trägt verstärkt zur Versorgungssicherheit in Graubünden und der Schweiz bei.
  • Die Produktionspotentiale aus Wasserkraft und den neuen erneuerbaren Energien werden nachhaltig und optimal ausgeschöpft.
  • Strom wird in Graubünden effizient und sparsam genutzt.


Ziele der Bündner Regierung

  • Die Stromproduktion aus Grosswasserkraft (>10 MW) ist bis ins Jahr 2035 um 860 GWh / Jahr erhöht.
  • Die Stromproduktion aus neuen erneuerbaren Energien und aus Kleinwasserkraft (<10 MW) ist bis ins Jahr 2035 um 600 GWh / Jahr erhöht (Anteil Kleinwasserkraft 100 GWh / Jahr).


Lösungsansatz

Unsere entwickelte Volkswirtschaft benötigt eine langfristig zuverlässige Versorgung mit elektrischer Energie. Der Klimaschutz gebietet eine Reduktion der so genannten Treibhausgase (u. a. CO2), weshalb die Stromerzeugung mit Öl und Gas keine nachhaltige Lösung darstellen kann. An der Wasserkraft sowie grundsätzlich auch an der Kernenergie ist deshalb festzuhalten. Die Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie, wovon die Wasserkraft für Graubünden die wichtigste ist, wird an Bedeutung noch gewinnen.

Im Vergleich zu allen anderen bekannten Stromerzeugungsarten schneidet die Wasserkraft aus gesamt-ökologischer Sicht am besten ab.

Die Gebirgskantone verfügen über ein erhebliches Wasserkraftpotential. Es ist zwar zu einem grossen Teil bereits genutzt. Umweltmässig verantwortbare zusätzliche Nutzungen und Erweiterungen vorhandener Werke sind aber noch möglich.